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Andacht aus dem aktuellen Gemeindebrief

Paulus schreibt:
Christus möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden.
Philipper 3, 10

 

Liebe Gemeindeglieder!

In seinem Buch „Sternstunden der Menschheit“ beschreibt der Schriftsteller Stefan Zweig eine besondere Ostererfahrung des Komponisten Georg Friedrich Händel: Nach einem Schlaganfall ist Händel gelähmt. Vier Monate liegt er da. Schließlich schickt man ihn nach Aachen in die heißen Bäder. Die sollen Besserung bringen. Und tatsächlich kommt er wieder zu Kräften. Als er aus Aachen abreist, geht er in eine Kirche und beginnt dort, Orgel zu spielen. Die Leute sind hingerissen von seiner Kunst. Händel war geheilt. Er kehrt nach London zurück, doch die Zeiten sind schlecht und die Konzertsäle bleiben leer. Händel verfällt in Depression, bis er in einem Bündel mit beschriebenen Blättern den Text des „Messias“ entdeckt. Händel ist so ergriffen davon, dass er in zweiundzwanzig Tagen und Nächten das Oratorium „Der Messias“ komponiert. Für Händel war dieses Werk wie eine Auferstehung. Und Stefan Zweig schreibt dazu: „Die Schleuse hatte sich geöffnet. Nun strömte durch Jahre und Jahre wieder der klingende Strom. Nichts vermochte von jetzt ab Händel zu beugen, nichts den Auferstandenen wieder niederzuzwingen.“

In wenigen Wochen wird uns das Geheimnis von Ostern erzählt. Ostern braucht aber mehr als nur nacherzählte Geschichten. Ostern braucht diese lebendige Erfahrung in der Gegenwart: Mein Leben verwandelt sich so, dass mich nichts mehr niederzwingen kann.

Ihr Pfarrer Johannes Burgard